Säulenobst einfach schneiden

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Säulenobst schneiden

Säulenobstbäume werden von Jahr zu Jahr immer beliebter. Die Verlockung das eigene Obst zu ernten, ein absoluter Höhepunkt in der heimischen Pflanzkultur. Gesund, schmackhaft, pflegeleicht und traumhaft schön, die Attribute der Säulenobstbäume. Doch wie wird Säulenobst richtig zugeschnitten? Unsere Anleitung wird Ihnen schnell einen Überblick verschaffen.

Seitentriebe zuschneiden

Das Säulenobst wird speziell schlank und aufrechtwachsend gezüchtet. Wichtig ist es den Haupttrieb wachsen zu lassen. Die Verzweigungen, auch Seitentriebe oder Sei-tenverzweigung genannt, werden bis auf zwei Augen vom Leittrieb gekürzt. So bleibt die Säulenform erhalten. Als Maß und Richtlinie können zehn bis fünfzehn Zentimeter in Betracht gezogen werden.
Bei Obstsorten wie zum Beispiel Säulenäpfel ist dieser Vorgang eher selten nötig. Die Form bleibt aufgrund des langsamen Wachstums fast immer ohne den Zuschneideprozess bewahrt.

Wann sollte der Rückschnitte erfolgen?

Den besten Zeitpunkt für den Rückschnitt zu bestimmen ist abhängig von der jeweiligen Sorte.
Bei Säulenäpfeln empfiehlt sich ein Zeitraum von Mitte bis Ende Juni. Bitte nur bei langen Trieben umsetzen.
Aprikosen, Birnen und Zwetschgen sollten ebenfalls im Sommermonat Juni bis auf zwei maximal drei Augen gestutzt werden.
Die restlichen Sorten sollten erst nach der Sommerernte einmalig zugeschnitten wer-den.
Je nach der Witterungslage sollte der Zuschnitte Ende Juni bis spätestens Anfang Juli erfolgt sein.

Von der Säule zum Busch

Sollte ein Säulenobst in einer Höhe von circa 80 cm direkt am sogenannten Haupttrieb angeschnitten werden, dann entsteht formtechnisch ein herkömmlicher Obstbusch. Mit einem Stammdurchmesser von bis zu 60 cm und bis zu fünf Trieben, das Säulenformat wird sich so entformen.